Die PoSG-Vision

Florian Fischer

Florian Fischer

Die Vision von Paths of Savage Gods

Das Leben eines Spielleiters (Dungeon Master / DM) ist kein leichtes. Seine gottgleiche Macht geht mit viel Arbeit einher. Dabei soll Pen & Paper doch Spiel und Unterhaltung sein!

Bevor der Spielspaß beginnt, muss der engagierte Spielleiter erstmal eine Karte suchen oder gar selbst zeichnen, dann lädt er sie in das Online-Tool seiner Wahl, legt ein Raster darüber und vielleicht macht er sich noch die Mühe und nimmt Konfigurationen zu Beleuchtung und Sichtlinien vor. Steht ein ausgedehnter Spieleabend bevor kann er oftmals trotz seiner göttlichen Intuition nicht vorhersehen, wohin es die Abenteurer verschlagen wird und welche Karten benötigt werden. Schlimmstenfalls darf er dann aus dem Stegreif auf einem karierten (digitalen) Blatt eine krakelige Skizze der Umgebung anfertigen. Nichts für perfektionistische Götter!

Ist die anstehende Session die erste eines großen Abenteuers, bedarf sein Allwissen dem Lesen eines dickes und selten billiges Kampagnenbuches. Während des Abenteuers schlägt er dann, dank seines hervorragenden Erinnerungsvermögens immer die richtige Seite auf um benötigte Details und Fakten zu rezitieren. Um der ärgsten Seuche unter den Abenteurern – der Langeweile, wehrhaft entgegenzutreten erfindet der umsichtige Spielleiter überdies Nebenquests, welche sich harmonisch und natürlich in die Welt einfügen.

Fürwahr, Spielleiter sind Götter! Sie überwinden jede Widrigkeit, welche ihnen die Abenteurer in den Weg legen. (Ja, so ist es nämlich in Wahrheit!) Unserer Vision ist damit nichts geringeres als ein heiliger Dienst an jenen Göttern. Wir wollen ihnen das größte Geschenk machen, dass solche Entitäten, deren Lebenszeit begrenzt ist, nur erhalten können: Zeit!

Wir von lyniat.games sind der Ansicht, Pen & Paper darf für den Spielleiter keine Arbeit sein. Er muss genauso viel Spaß am Spiel haben wie der abenteuerlustige Spieler. Die Einarbeitungszeiten müssen kurz sein. Die Suche und Aufbereitung von Kartenmaterial muss ein Ende haben. Quests müssen auf Knopfdruck parat stehen. Und trotzdem darf der Spielleiter in keiner Entscheidung eingeschränkt werden, schließlich ist er ein Gott! Ihm sollten alle Welten zur Verfügung stehen, alle Tools um diese nach seinem Gusto zu formen und alle Informationen um seine Schöpfung zum Leben zu erwecken.

Wann immer ich den Mut aufbrachte diese Vision mit anderen zu teilen gab es nur zwei Reaktionen: Gestresste Dungeon Master, die in Tränen ausbrachen, endlich verstanden und erhört zu sein und paralysierte Skeptiker, welche schon eine ganze Liste an Argumenten parat hatten, warum dies oder jenes nicht funktioniere. Nimm dir jetzt erstmal ein Taschentuch, denn ich weiß doch, dass du zu ersterer Gruppe gehörst, …

ich will dir erklären, wie dein Alltag als Spielleiter*in mit Paths of Savage Gods aussehen soll. Zu Beginn entscheidest du, ob du nur eine Einzelkarte (Release Version von PoSG) oder eine Weltkarte (Postrelease Version von PoSG) generieren willst. Außerdem kannst du verschiedene Parameter einstellen (Biom: Wald, Grasland, Sandstrand …; Vegetation: dicht, mittel, dünn, keine; Ortschaften; etc.). Daran soll sich später der Abenteuergenerator anschließen, mit welchem sich eine ganze Kampagne aus zusammenhängenden Hauptquests verwirklichen lassen soll. Bevor es dann ins Spiel geht gönnst du dir noch ein paar Minuten um dir die Karte anzusehen und die Umgebung des Startortes, ehe du dich mit der Abenteurer gruppe triffst. Sie werden dir kurz ihre Charaktere vorstellen und du wählst in PoSG eine Figur aus oder importierst ein Bild davon. Die Verwaltung der Charakterbögen ist Aufgabe der Spieler. Möglicherweise nutzt du in deiner Abenteurergruppe dafür bereits ein Tool, andernfalls könnte dir hier auch unser Verbündeter helfen, den ich dir bald vorstellen werde.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Das Spiel kann beginnen. Auf der Karte platzierst du nun die Spieler, NPCs und Monster. Dir stehen hierfür einfach zugängliche und von dir frei konfigurierbare Listen zu Verfügung. Außerdem gibt es ein Questlog und Verlinkungen zu Regelwerken wie z.B. D&D (5e unter OGL). Während du als Spielleiter all diese Funktionen hast und alle Objekte und Spieler bewegen kannst, sehen die Spieler auf ihren Bildschirmen nur entsprechend eines definierten Sichtradius und können Marker (Ping) setzen um sich untereinander zu verständigen. Ob ihr Skype, TeamSpeak, Discord oder eine der zahlreichen anderen Programme nutzt oder gar zusammen am Tisch vor einem Tablet sitzt, das ist eurer Vorliebe überlassen.

Bist du nun doch ein wenig skeptisch? Das ist in Ordnung. Dieser Artikel über unsere Vision soll dir zeigen wovon wir nachts träumen und woran wir tagsüber arbeiten. Schon bald werde ich näher auf das PoSG Kern-Feature und dessen Funktionsweise eingehen: den Weltengenerator. Außerdem ist es bald an der Zeit euch unseren Verbündeten vorzustellen.

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